Wenn das Jahr zu Ende geht, nutze ich die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester gerne zur Reflexion. Manchmal auch noch die Tage nach Neujahr. In der Rückschau sehe ich klarer, was in einem Jahr möglich ist. Was gelungen ist – und wofür ich mir im nächsten Jahr mehr Zeit nehmen möchte.

5 Ideen für die Reflexion des letzten Jahres

Aus meiner Erfahrung heraus möchte ich fünf Anregungen für die Jahresreflexion teilen.

Was habe ich alles erlebt?

Im ersten Schritt schaue ich immer auf mein Jahr zurück. Durch die Einträge in meinem BulletJournal, mit den Fotos auf dem Smartphone und mit Hilfe meines Kalenders kann ich gut nachvollziehen, was ich in den letzten zwölf Monaten geplant, erledigt und erlebt habe. Viele To-do-Apps ermöglichen es auch, die erledigten Aufgaben anzuschauen. Ich schreibe mir dann für jeden Monat ein paar Stichworte auf. Worüber habe ich mich gefreut? Was ist Trauriges passiert? Wann war besonders viel los?

Welche Ziele habe ich erreicht?

Als nächstes blicke ich auf meine Pläne: Was wollte ich erreichen im vergangenen Jahr? Wie viel hatte ich mir eigentlich vorgenommen? Ich schaue nach, erinnere mich und schreibe auf, welche Ziele ich mir gesetzt hatte und inwieweit ich sie erreicht habe. Hier freue ich mich über all das, was ich geschafft habe. Und dann überlege ich, warum ich andere Ziele nicht erreicht habe. Auch Sie haben vermutlich nicht alles geschafft, was Sie sich vorgenommen hatten. Woran könnte das gelegen haben? Vielleicht hatten Sie sich zu viel vorgenommen oder andere Ziele waren wichtiger. Oder aber Sie haben Ziele zwischenzeitlich aus den Augen verloren. Sind die Ziele nächstes Jahr noch wichtig? Was hat Ihnen im vergangenen Jahr eigentlich geholfen, Ihre Ziele zu erreichen?

Wer war dabei?

Dann betrachte ich mein Sozialleben. Mit welchen Menschen habe ich meine Zeit verbracht? Ich überlege, wie oft ich Freund*innen und Familie getroffen habe. Wem bin ich für Unterstützung dankbar? Wen habe ich neu kennengelernt? Von wem habe ich Abschied genommen? Vielleicht haben Sie Lust, diesen Menschen zu danken – mit einem Brief, einer Karte oder einem Telefonanruf.

Wie ging es mir im letzten Jahr?

Der Jahreswechsel bietet auch die Gelegenheit zur Reflexion über die eigene Gesundheit – körperlich und seelisch. Wie oft war ich krank? Wie habe ich mich gefühlt? Wenn Sie auf Ihr Jahr insgesamt zurückschauen, können Sie vielleicht erkennen, wann Sie sich besonders gut fühlen. Wie können Sie das öfter erleben?

Was habe ich gelernt?

Wenn ich meine Notizen aus dem letzten Jahr durchgegangen bin und über alles nachgedacht habe, dann bin ich bereit aufzuschreiben, was ich gelernt habe. Was kann ich jetzt besser oder erstmals? Was habe ich neu ausprobiert? Welche Erkenntnisse hatte ich, vor allem über mich selbst? Wenn Sie sich das aufschreiben, werden Sie nächstes Jahr bei der Reflexion sicherlich erstaunt sein, was einmal neu war und jetzt selbstverständlich ist – und was Sie vielleicht für eine neue Erkenntnis über sich selbst halten, die Sie doch eigentlich schon letztes Jahr hatten. Ich muss dann immer lächeln.

Die Reflexion aufschreiben

Auch wenn Sie vielleicht lieber beim Spazierengehen oder im Gespräch mit einer Freundin zurückblicken: Nehmen Sie sich die Zeit und die Ruhe, Ihre Gedanken zu Papier zu bringen. Die Worte oder Zeichnungen machen vieles klarer. Und später können Sie nachlesen, was Sie erlebt haben und was Sie dazu gedacht haben. Auf diese Weise können Sie aus dem Rückblick lernen.

Foto: Christiane Kasack